Artgerechte Haltung


Die Anfänge der Zwergentenzucht sind unbekannt; besonders in den Niederlanden wurden diese kleinen Entchen mit der lauten Stimme als Lockenten benutzt. Rassisch durchgezüchtet wurde die Zwergente in England. Es ist nicht bekannt, wann sie erstmals nach Deutschland gelangte. In jüngster Zeit entstanden in Deutschland viele neue Farbenschläge, besonders die Blau-Gelben erlebten innerhalb kurzer Zeit einen enormen Aufschwung und haben sehr schnell einen hohen Zuchtstand erreicht. Zwergenten sind in den letzten Jahren bei den großen Bundesschauen häufig die am stärksten vertretene Entenrasse.(aus Oertel & Spörer: "Der Große Geflügelstandard in Farbe: Band 3 Wassergeflügel: Gänse und Enten")

          


Das Entenleben der Enten im Jahreszyklus






Die Augen Die Ente hat neben einem ausgezeichneten Gehör auch sehr gute Augen. Das Sehfeld pro Auge beträgt dabei 160° (siehe Bild unten). Damit sind mit einem Blick fast 320° von 360° absolut möglichem Rundblick erfassbar. Das räumliche Sehfeld liegt aufgrund der fast seitlichen Anordnung der Augen allerdings nur bei ca. 15°. Das heißt für eine direkte dreidimensionelle (3-D) Betrachtung müssen die Objekte immer in vergrößerter Schnabelbreite liegen. Das ist bei den Enten allerdings zweitrangig, da Enten, wie andere Vögel auch, sowieso ständig den Kopf bewegen und damit scheinbar keine Probleme haben.Eine Ente kann übrigens Gegenstände bis zu einer Entfernung von 80 Metern überblicken, wobei sie aber meistens wesentlich näher an bestimmte Objekte heranfliegt bzw. herangeht.Ein weiteres Phänomen bei Enten ist die ständige Wachsamkeit bzw. Aufmerksamkeit. Unsere Stockenten dösen auf dem Wasser, an Land und im Entenrudel, den Schnabel tief im Gefieder steckend und klimpern dabei von Zeit zu Zeit nur mit ihren Augen. Einmal beobachtete ich bei mir eine Ente die schlief. Neben ihr lag eine halbe Toastbrotschnitte (Vollkorn). Dann kam eine große Elster vorsichtig heran, klaute ihr das Toastbrot und berührte sie beim umdrehen und weghüpfen mit dem schmucken langen Vogelschwanz. Erst jetzt schien meine Ente plötzlich aufzuwachen. Die nachträgliche Video-Analyse in der verlangsamten Darstellung ergab aber den gegenteiligen Beweis. Unsere Stockente hatte die Elster schon vorher genau beobachtet und die Lage fest im Griff. Da keine Gefahr drohte und sie bereits satt und müde war, ließ sie die Elster in Ruhe, drehte nur kurz den Kopf und blieb einfach liegen. Dazu passt noch diese Meldung aus der Süddeutschen Zeitung über einen Beitrag aus dem britischen Fachmagazin "Nature". Demnach sollen Forscher anhand von Messungen an Hirnströmen bei Enten herausgefunden haben, dass Enten jeweils eine Gehirnhälfte abschalten können, während die andere Gehirnhälfte und damit ein Auge offen bzw. eingeschaltet bleiben. Daraus folgert man, dass Enten nur bei absoluter Sicherheit richtig bzw. fest schlafen können. Die Ente ist sehr Anpassungsfähig und meistert unterschiedliche in der Natur und in der modernen Zivilisation. Die stark ausgeprägten Sinne: Augen, Gehör, Geschmack, Geruch helfen ihr in fast jeder möglichen Situation weiter. Die Ente besitzt damit sehr gute , ein ausgezeichnetes Gehör (bis 20 000 Hz), einen guten Geschmack und ist in der Lage unterschiedliche Gerüche gut voneinander zu unterscheiden. Die Enten haben im Laufe der Zeit fast sämtliche Lebensräume der Welt erobert. Dabei nutzen die Enten hauptsächlich Orte am Wasser. Sie benötigen Flüsse, Bäche, Seen, Weiher, Tümpel und Teiche als Brut- und Nahrungsreviere. Diese Lebensräume nennen wir Biotope (griechisch: bios = Leben, topos = Ort). Enten haben aber auch noch viele andere zusätzliche Aufenthaltsorte. Das sind zum Teil: Wälder, Gebirge, Sümpfe, Moore, Küsten, Meere und Inseln. Wir finden sie aber auch in Dörfern und Städten. Dort nutzen viele Enten unsere Park- und Wasserflächen entweder ganzjährig, oder nur für einige Monate
.


DEUTSCH (LATIN.) ENGLISH ZUCHT-LÄNDER
ALTRHEINER-ELSTER-ENTE (-) MAGPIE-DUCK
AYLESBURY-ENTE (-) AYLESBURY DUCK
CAYUGA-ENTE (-) CAYUGA DUCK
CAMPBELL-ENTE (-) KHAKI-CAMPBELL
DUCLAIR-ENTE (-) DUCLAIR DUCK EX
GIMBSHEIMER-ENTE (-) -
HAUBENENTE (-) (CRESTED DUCK)
HAVANNA-ENTE (-) -
HOCHBRUT-FLUGENTE (-) -
JAPANISCHE-ENTE (ANAS DOMESTICA ERECTA) - EX
KRUMMSCHNABEL-ENTE (ANAS DOMESTICA ADUNCA) HOOKED-BILL DUCK
LAUFENTE (-) INDIAN RUNNER
ORPINGTON-ENTE (-) BUFF ORPINGTON
OVERBERGER-ENTE (-) -
PEKINGENTE (DEUTSCHE) (ANAS DOMESTICUS) PEKIN DUCK
PEKING-ENTE (AMERIKANISCHE) (ANAS DOMESTICUS) PEKIN DUCK
PINGUIN-ENTE (-) PENGUIN DUCK
POMMERN-ENTE (-) POMMERANIAN DUCK
RIESENTAFELENTE (AYTHYA VALISINERIA) CANVASBACK
ROUEN-ENTE (-) ROUEN DUCK
ROUEN-CLAIR-ENTE (-) ROUEN-CLAIR DUCK
ROVIGO-ENTE (-) -
SACHSEN-ENTE (-) SAXONY DUCK
SMARAGD-ENTE (-) EAST INDIA DUCK
SPIEGEL-ENTE (-) -
STREICHER-ENTE (-) ABOCAT RANGER
TÜRKEN-ENTE (-) -
UKRAINISCHE-ENTE (-) -
VERSICOLORENTE (ANAS VERSICOLOR) SILVER TEAL
VIERLÄNDER-ENTE (-) -
WALLISISCHE-HARLEKIN-ENTE (-) WELSH HARLEKIN
WARZEN-ENTE (CAIRINA) MUSCOVY DUCK
WEISSE-LEGEMAST-ENTE (-) -
WEISSE-MOSKAUER-ENTE (-) -
ZWERGENTE (-) CALL DUCK
ZWERGSTOCKENTE (ANAS WYVILLIANA) HAWAIIAN DUCK



Aufzucht:

von elternlosen Enten-Küken/ Enten-Babys

Voraussetzung und Zubehör für die künstliche Aufzucht:

Ente(n), Lagerraum (Stall), Garten, Thermometer, Infrarotlampe, Wasser, Futter
und "viel Aufmerksamkeit und Liebe"...

Entenküken:

nur Küken > 1 Tag und nur zugelaufene Küken [siehe Info oben] nach langer Wartezeit.

Raum-Temperatur:

> 20° C bei 70% - 80% Luftfeuchtigkeit wären optimal, sind aber nicht ganz so entscheidend für das Küken.

Temperatur:

> 20° C. Das Küken kann nachts nur draußen bleiben, wenn das Gatter und Häuschen vor Katzen, Marder, Greifvögel usw. geschützt ist. Die Nacht-Temperatur darf nicht unter < 20° C absinken. Denn Entenmutter wärmen und kuscheln ihre Küken ständig und schützen sie somit vor Kälte. Saubere Babydecken, Tuchwindeln, weiche Handtücher können als Warmespender genutzt werden.

Luftfeuchtigkeit:

75% - 80% wären ideal, sind aber nicht ganz so entscheidend für das Küken.

Lüftung:

Normal. Möglichst kein Durchzug. Enten können sich sonst erkälten, schlimmstenfalls entsteht eine Lungenentzündung.

Badewanne:

Eine kleine Badegelegenheit ist wichtig. Das Küken muss aber selbständig wieder heraus kommen können. Hier muss man Steine aufschütten, oder eine Rampe bauen. Babyenten können ihre Dunen-Federn noch nicht so gut einfetten. Daher können sie beim Baden leicht ertrinken. Also ständig aufpassen!!!

Stall:

Ein kleiner Stall, eine Hundehütte oder ein größerer Drahtkäfig ohne Boden, selbst eine Garage ohne Auto und Ölspuren wäre möglich.

Garten:

Ein kleiner oder großer Garten wäre für das Küken ideal. Dort dann eine bestimmte Fläche so schützen, dass von Außen keine Gefahr für das Kleine besteht.

Wassertränke:

Enten brauchen immer frisches Wasser. Nehmen Sie eine oder mehrere kleine flache Schalen bis zu einer Tiefe von 3 cm. Das Kleine sollte dort aber möglichst nicht baden können.

Futter:

Enten sind zwar "Allesfresser" aber der Hauptbestand sind Grünpflanzen, Getreidearten, Wasserpflanzen, Larven, Insekten usw. Man nimmt am Anfang möglichst Grünfutter mit Fertigfutter. Später verwendet man Spezialfutter und diverse Getreidearten. Falls das Kleine im Freien unter Aufsicht herumlaufen kann, sucht es sich die richtige Kost selbständig aus.
Aber mit Löwenzahn, Brennnesseln, Gras usw. in Kombination mit Geflügelfutter oder Mastfutter kann man nichts falsch machen. Auch weich gekochte Kartoffeln in Kombination mit Wasser und Gurke sind zu empfehlen. Aber auch Brotkrümel, Haferflocken, hartgekochte Eier mit Wasser gemixt, können zur Not helfen. Frisches Gemüse, Mohrrüben, Regenwürmer, Würmer, Schnecken, Nacktschnecken gehören zur bevorzugten
Nahrung.

Wärme:

Da die Küken viel Wärme brauchen, benötigt man anfangs eine Infrarotlampe [60/80 Watt] (Rotlichtlampe) für die ersten 2- 3 Wochen. [siehe Temperatur oben]

Gesellschaft:

Eine Baby-Ente ist sehr pflegeleicht. Aber die Ente braucht anfangs immer einen "Aufpasser", der sie vor möglichen Feinden schützt. Daher sind Kleinkinder hierfür völlig ungeeignet. Ein Entenküken braucht unbedingt Gesellschaft. Hunde, Kaninchen, Hasen oder sogar Katzen können zu Spielgefährten werden. (Aber nie ohne Aufsicht!) Die Haustiere müssen sich aber erst langsam an den neuen Bewohner gewöhnen. Es bleibt trotzdem immer ein großes Wagnis.

Hygiene/ Sauberkeit:

Achten sie unbedingt auf Sauberkeit. Vom Stall bis zum Trinknapf muss alles immer sauber sein.

Krankheiten:

Man sollte sich schon auf dem Vorwege nach einem Tierarzt erkundigen, der auch Enten behandelt. Enten sind zwar sehr robust, können trotzdem viele Krankheiten bekommen, aber die meisten Hunde- und Katzen-Tierärzte können (noch) keine Enten behandeln.

Feinde und Gefahren:

Die kleine Ente muss ständig beschützt werden. Denken Sie auch an Nachbars Hund oder Nachbars "Stuben-Tiger" (Kater). Aber auch Greifvögel haben Enten-Babys "zum Fressen gern".

Freiheit:

Der Ente fehlen bisher viele Verhaltensmuster, die ihnen sonst eine Entenmutter innerhalb von 2-3 Monaten alltäglich beibringt.
Der Instinkt zum Fliegen und Überleben in der Natur ist automatisch vorhanden. Aber die Gefahren für junge Enten sind doch recht groß und deshalb brauchen sie anfangs ein relativ beschütztes Zuhause an einem möglichst sicheren Ort.

Hausente:

Wahrscheinlich haben Sie sich nach einigen Wochen so richtig an die inzwischen groß gewordene Ente gewöhnt. Dann überlassen Sie doch der Ente die Entscheidung. Wildente war sie von Anfang an. Vielleicht hat ihr die Aufzucht so gut gefallen und sie wandelt sich zur Hausente.

Negative Aufzuchtserfolge:

kranke Küken
kranke Elternteile
falsche Temperaturen
falsche Belüftung
falsche Ernährung
Vergiftungen
natürliche Feinde
und und und ...


Die künstliche Aufzucht ist nicht so einfach, die Kleinen brauchen viel Aufmerksamkeit, "Liebe" und "Nestwärme"...



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